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„In jeder Arbeit steckt ein Stück Leben“. Jean-Luc Werlen ist Autodidakt und hat 10 Jahre lang – von
1997 bis 2007 in Bochum sein eigenes Atelier gehabt. Der Umzug von Bochum nach Tübingen im Sommer 2007 war ein mehrfacher Abschied: unter anderem der Abschied von seiner
kreativen Arbeit im Bereich von Skulpturen und Objekt-Möbeln. Seine fortschreitende Sehbehinderung verunmöglicht diese weitere Arbeit. „Glücklich bin ich darüber nicht, ich vermisse
dieses ‚schaffen durch wegnehmen’, dieses Arbeiten mit dem Material Holz“. Aber das Leben geht weiter. Der Künstler hat sich schon seit Jahren immer wieder mit Installationen auseinandergesetzt –
„solche Arbeiten sind äusserst kreativ, denn sie beinhalten eine Auseinandersetzung mit dem „Raum“ und der Zeit“, Dazu ist auch ein Atelier nicht zwingend notwendig – „mein Atelier ist in meinem Kopf“.
In 10 Jahren hat Jean-Luc Werlen über 400 Werke geschaffen – ein Teil davon ist in einem Lager und steht für Ausstellungen - und Käufer - zur Vefügung…
Den Dingen eine einfache Form zu geben, mit Rücksicht auf die Struktur ist seit jeher eine
Herausforderung; dem Holz wollte er nie etwas auferzwingen, sondern er hat das Material erfühlt und die Formen fliessen lassen. Ausgehend vom fast Nichts – alles sagen. Das sind die
Energien, die dem Lebenskünstler diesen Elan geben, immer wieder neu anzufangen, ihn ermuntern immer weiter zu gehen und nie still zu stehen.
Seine Kunstwerke widerspiegeln keinen Trend, sie entsprechen keiner Mode, erinnern nicht an die neuesten Strömungen: Sie sind zeitlos. Sie sind. Einfach so. Ohne Wenn und Aber.
„Die Ruhe und Harmonie, die die Plastiken ausstrahlen, kündet nicht mehr von dem
Herstellungsprozess, den Widerständen des Materials, mit dem sich der Künstler in unmittelbarer, d.h. handgreiflicher Begegnung auseinandersetzen musste, um in sein Wesen einzudringen, seine Lebensadern sichtbar zu
machen,“ sagt die Bochumer Kunsthistorikerin Eva Maria Schöning dazu. Und weiter: „Natur und Konstruktion treten in einen Dialog ... sie sind humaner Gegenentwurf zu einer im Zeitalter der Digitalisierung und
Virtualisierung zunehmend reproduziert, indirekt vermittelten Realität.“
Seine kreative Zukunft sieht der Künstler mit der Thematik der „Installation“.
Jean-Luc Werlen kommt aus Bern (Schweiz). Langjährige berufliche Aktivitäten im Bereich Information und Kommunikation: als Journalist, Redakteur und Informationsbeauftragter. Weit- und vielgereister
Mensch mit breitgefächerten Interessen.
Er hat nicht wenig Humor und lässt ihn immer wieder da und dort aus seinen Werken herauszwinkern.
Kontakt: 0171 – 46 46 139
jlw@werlen.de
Tübingen 2008
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